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Ist öffentliches WLAN sicher? Was das Netz über dich sieht

Kostenloses WLAN gibt es überall, und meistens reicht es zum Nachrichtenlesen. Hier steht, was es sehen kann, wo die echten Risiken liegen und wie du sicher bleibst, ohne darauf zu verzichten.

PryVPN-Datenschutzteam7 Min. LesezeitAktualisiert am

Die kurze Antwort

Öffentliches WLAN ist sicherer als früher, weil die meisten Websites inzwischen HTTPS nutzen. Aber das Netz sieht trotzdem, welche Websites du besuchst, gefälschte Hotspots sind schnell eingerichtet, und manche Netze manipulieren den Datenverkehr. Ein VPN schließt diese Lücken.

Was der Hotspot-Betreiber sieht

Wer das Netz betreibt – oder wer es übernommen hat –, sieht in der Regel:

  • Welche Websites du besuchst, anhand der Anfragen deines Geräts und der Namen, die es beim Verbinden sendet.
  • Wann und wie viel du jede davon nutzt.
  • Welche Geräte verbunden sind und ungefähr, was für welche.
  • Alles, was nicht verschlüsselt ist, etwa die seltene Website oder App, die noch kein HTTPS nutzt.

Mit HTTPS kann niemand die Seiten oder deine Eingaben lesen. Aber die Liste der Orte, die du ansteuerst, sagt schon für sich viel aus.

Gefälschte Hotspots

Ein Laptop oder ein kleines Gerät kann ein Netz namens „Airport_Free_WiFi“ ausstrahlen oder den Namen des echten Café-Netzes kopieren. Dein Smartphone tritt ihm vielleicht sogar automatisch bei, wenn es den Namen schon kennt.

Bist du einmal drin, sieht der Betreiber alles, was auch der echte Hotspot sehen würde, und kann versuchen, dich auf nachgemachte Seiten zu schicken oder dich zur „Anmeldung“ mit dem Passwort eines Kontos aufzufordern.

Faustregel

Sei misstrauisch bei jeder WLAN-Anmeldeseite, die das Passwort eines Kontos verlangt, das du schon hast, etwa für E-Mail oder soziale Netzwerke.

Netze, die den Datenverkehr manipulieren

Manche Hotspots fügen Seiten eigene Werbung oder Tracking hinzu, sperren Apps, die ihnen nicht passen, oder beantworten deine Anfragen mit eigenen Adressen. Selten steckt böse Absicht dahinter, aber es ist dein Datenverkehr.

Was ein VPN daran ändert

Mit aktivem VPN baut dein Smartphone einen verschlüsselten Tunnel zum VPN-Server auf, bevor irgendetwas anderes hinausgeht. Der Hotspot, echt oder gefälscht, sieht eine einzige verschlüsselte Verbindung. Er sieht die Websites nicht, kann die Seiten nicht verändern und deine Anfragen nicht beantworten.

  • Schalte automatisches Verbinden für fremde Netze ein, damit du ab dem Beitritt geschützt bist.
  • Nutze den Kill Switch, damit nichts durchsickert, falls der Tunnel unterwegs abreißt.

Checkliste für öffentliches WLAN

  1. Nutze bevorzugt Netze, die du überprüfen kannst, etwa das auf dem Kassenbon oder an der Rezeption.
  2. Schalte den automatischen Beitritt für Netze ab, die du nicht regelmäßig nutzt.
  3. Schließ die Anmeldeseite des Hotspots ab und lass dann dein VPN verbinden.
  4. Tipp keine Konto-Passwörter in WLAN-Anmeldeseiten ein.
  5. Halte dein Smartphone aktuell und nutze ein VPN mit Kill Switch.

Das Wichtigste in Kürze

  • HTTPS schützt den Inhalt von Seiten, nicht die Liste der Websites, die du besuchst.
  • Gefälschte Hotspots sind billig und schnell eingerichtet, und dein Smartphone tritt ihnen womöglich automatisch bei.
  • Ein VPN verschlüsselt alles zwischen dir und dem VPN-Server, egal, welcher Hotspot es ist.
  • Mit automatischem Verbinden in fremden WLANs musst du an nichts denken.

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